Neuer Master´s Weltrekord beim Sprintpokal in Leipzig im Finswimming

Heiko Venohr

Am Sonntag, den 28. November 2021 fand der 21. Leipziger Sprintpokal im Wassersportzentrum der Universität Leipzig statt.

Der Masterschwimmer Heiko Venohr, der für den Tauchsportverband (TSV) NRW und dem Stammverein DJK VFR Mülheim schwimmt, startete dieses Mal in der offenen Altersklasse, da das Hygienekonzept des Veranstalters (bedingt durch die neue Corona-Notfallverordnung des Landes) nur Kaderschwimmer zuließ.

Heiko, der bereits rund 30 Jahre älter ist als der nächstjüngere Athlet in diesem Wettkampf, begann nun den etwas ungleichen Kampf aufzunehmen. Sein erfahrener Trainer Leo Runge stand ihm zur Seite.

Das realistische Ziel war diesmal nicht mehr der Treppchenplatz wie sonst, sondern so viele junge Wettkämpfer hinter sich zu lassen, wie möglich.

Er startete auch furios und schwamm die 50m AP in neuer Weltrekordzeit für die AK55 in 17,62 Sekunden und verbesserte den alten Rekord deutlich.

Bei seinem 2. Start über die 100m ST benötigte er nur 42,49 Sekunden und belegte in dieser Disziplin sogar den nicht für möglich gehaltenen Treppchenplatz und sicherte sich die Bronzemedaille.

Die 200m ST schwamm er in 1:38,15 Minuten und wurde nur knapp auf den 4. Platz verwiesen.

Text: Heiko Venohr

Europameisterschaften der Masters im Finswimming in Lignano Sabbiadoro (Italien) 2021

5 Athleten erschwammen 18 Medaillen!!!

Am Wochenende vom 15.-17. Oktober 2021 starteten fünf Athleten aus Deutschland auf den Europameisterschaften der Masters im Finswimming in Lignano Sabbiadoro (Italien). Heiko Venohr, Sandra Häßler und Sebastian Link starteten für den Tauchsportverband (TSV) NRW, mit dem Stammverein DJK VFR Mülheim Saarn, Alexander Sengpiel für die Tauchsportfreunde Dachau e.V. (Bayern) und Sascha Schmidt für den Schwimmsportverein Freiburg e.V. (Baden-Württemberg).

Erfolgreichster Athlet ist Heiko Venohr (Altersklasse 55). Erst vor drei Jahren hat er den Weg zum Finswimming gefunden. Mit schwimmerischer Vorerfahrung und unter Leitung des Trainers Leo Runge, eignete sich Heiko schnell den Umgang mit der Monoflosse an. Die letzten intensiven Vorbereitungen, sammelte Heiko im einwöchigen Sommertrainingslager. Zwei lange Wassereinheiten am Tag, gaben ihm den Antrieb für sieben Starts. Mit jedem Start landete er auf dem Podest. Neben einer Bronzemedaille, stand Heiko sechsmal als Europameister ganz oben. Er verbesserte dabei drei bestehende Weltrekorde (400m und 800m Surface und 50m Apnoe), sowie drei Europarekorde (50m, 100m und 200m Surface). Die 50m Apnoe ist Heiko mit einer Geschwindigkeit von 9,9kmh getaucht. Nach 18,18 Sekunden schlug er an und verbesserte den Weltrekord um 32 Hundertstel.

Sandra Häßler schwimmt seit ihrer Jugend mit der Monoflosse und startet derzeit in der Altersklasse 40. Erst im September wurde sie zweifache Weltmeisterin über die 1km und 3km im Freigewässer. Leider zog sie sich dort eine Fußverletzung zu und konnte bei den Europameisterschaften nicht den gesamten Druck auf die Flosse ausüben, sodass sie etwas Tempo einbüßen musste. Bei fünf Starts holte sie auf den kürzeren Sprintstrecken zwei Bronzemedaillen (50m AP und 100m SF), auf den längeren Strecken (400m und 800m SF) ist sie nun amtierende Vizeeuropameisterin. Leider wurde sie auf den 200m Surface disqualifiziert. Die Schiedsrichter haben ein Zucken vor dem Startpfiff gesehen, und eine jegliche Bewegung ist nach dem Kommando verboten. Eine solche Disqualifikation ist ihre erste in ihrer Karriere. Doppelt ärgerlich, denn sie hatte in ihrer Altersklasse als erstes angeschlagen.

Finswimmingwettbewerbe gibt es auch mit zwei Flossen an den Füßen. Das nennt sich Bifins und in dieser Kategorie startete Sebastian Link (Altersklasse 35) über die vier Wettkampfstrecken. Über die Sprintstrecken, 50m und 100m musste sich Sebastian der starken Konkurrenz geschlagen geben und schlug jeweils als fünfter an. Über die längeren Stracken machte sich das Ausdauertraining bemerkbar. Auf den 200m holte er die Bronzemedaille und auf den 400m schwamm er knapp am Europa- und Weltrekord vorbei, holte sich aber den Goldtitel.

Aus Bayern ist Alexander Sengpiel (Altersklasse 50) angereist. Das Schwimmen mit der Monoflosse betreibt Alexander noch nicht lange. Auch bei ihm macht sich die Erfahrung aus dem Schwimmsport bemerkbar. Wer die Stilart Delfin schwimmen kann, hat für das Schwimmen mit der Monoflosse Vorteile. Mit insgesamt sechs Starts (50m, 100m, 200m, 400m und 800m SF und 50m AP) hatte sich Alexander eine Aufgabe gesetzt. Er verbesserte seine Zeiten und schwamm viele persönliche Bestzeiten, für eine Medaille reichte es aber leider in der Altersklasse nicht.

Sascha Schmidt (Altersklasse 40) kommt aus einer längeren Pause und bestritt den Wettkampf durch seine jahrelange Erfahrung. Erst vor zwei Monaten ist er zum zweiten Mal Vater geworden und die kleine Familie ist gemeinsam angereist. Leider durften keine Zuschauer in die Schwimmhalle, der Zutritt war nur Aktiven und Betreuern, bzw. Trainern gestattet. Der Zutritt der Halle wurde seitens der Ausrichter streng kontrolliert und eingehalten. Sascha steigerte sich von Strecke zu Strecke im Wettkampf. Mit seinem fünften und letzten Start holte er sich neben einer Bronze- und drei Silbermedaillen, den Europameistertitel. Diesen holte er sich über die 100m Surface in 47,57 Sekunden mit gerade mal einem Vorsprung von 23 Hundertstel.

Die Europameisterschaften in der Halle finden im jährlichen Wechsel mit den Weltmeisterschaften (WM) statt. Im kommenden Jahr finden diese im Juli in Santiago de Cali (Kolumbien) statt.

Text: Sebastian Link

Weltmeisterschaften Langstrecke der Masters in Kolumbien / Santa Marta 2021

Im September machten sich aus dem Tauchsportverband Nordrhein Westfalen Sandra Häßler mit ihrem Trainer Leo Runge, beide Mitglieder des DJK VFR Mülheim Saarns, auf den Weg zu den Weltmeisterschaften der Langstrecke der Masters nach Santa Marta in Kolumbien.

Nach einer langen Anreise inklusive einer Übernachtung am Flughafen Bogota ging es nur kurz ins Hotel und dann direkt an die Wettkampfstrecke. Der Wettkampf fand auf dem Militärgelände im karibischen Meer statt, es wurde ein durch vier Bojen abgesteckter Rundkurs geschwommen.

Die Finswimmer hatten mit Wellen, Salzwasser und knapp 30 Grad Wassertemperatur zu kämpfen.  Zwei Tage vor Wettkampfbeginn gab es einen Schreckmoment, als Sandra auf der Treppe ausrutschte und mit dem Fuß umknickte. Ab dann bestand die Wettkampfvorbereitung aus Kühlen und Schonen des Fußes.

Mit noch geschwollenem Fuß ging Sandra an den Start über 1.000m und 3.000m, hielt beide Strecken durch und gewann auf beiden Strecken den Weltmeistertitel in ihrer Altersklasse.

Mastersarbeitsgruppe Finswimming

Wer sind wir und was wollen wir erreichen?

Wir sind eine bundesweite Arbeitsgruppe, welche aus verschiedenen Mitgliedern einzelner Landesverbände besteht, mit dem Ziel, den Masterssport im Finswimming attraktiver zu gestalten und mehr Masters für unseren Sport gewinnen.

Wie entstand diese Arbeitsgruppe?

Auch wir „Älteren“ möchten an Wettkämpfen teilnehmen und nehmen den Sport ernst. Wir möchten Einiges auf den Weg bringen und ändern, da wir bisher in unserem Verband mit unseren Interessen nicht ernst genommen worden.

Mittlerweile hat sich seitens des Verbandes etwas getan, Gespräche werden geführt und eine Arbeitsgruppe Bifin unter Beteiligung unserer Masterbeauftragten ist gegründet worden.

Im Ergebnis dieser Umfrage setzt sich die Mastersarbeitsgruppe Finswimming aus den folgenden Teilnehmenden zusammen:

Ariane Schulze LTV Berlin – Hauptansprechpartnerin
Annett Lopez LTV Berlin
Ulrike Meier Mahlo LTV Sachsen
Mike Weigang LTV Sachsen
Steffi Leipold LTV Thüringen
Heiko Timpel LTV Thüringen
Sandra Hässler LTV Nordrhein Westfahlen
Heiko Venohr LTV Nordrhein Westfahlen
Sascha Schmidt LTV Baden

Leider konnte noch nicht jeder Landesverband einen Interessenten finden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Attraktivität des Finswimmings steigern, aber warum und vor allem wie?

Nachdem wir uns in einem ersten Onlinetreffen am 25.03.21 beschnuppert hatten, ging es bereits in die ersten Fachdiskussionen. Ansatzpunkte schien es auf allen Ebenen, ob im Vereinsbereich, Landes- oder Bundesverband, zu geben.
Da wir noch am Anfang stehen, beginnen wir zunächst mit dem Aufbau einer Struktur bzw. Plattform zur Interessenvertretung der Masters Finswimming im VDST.

Folgende Internetseite www.flossis.de steht dafür zur Verfügung.

Hauptansprechpartnerin der Arbeitsgruppe ist Ariane Schulze. (Kontaktformular siehe weiter unten)

Weiterhin nehmen wir zunächst zwei Ziele in Angriff:

  • Die Angleichung der Altersklassen im Mastersbereich in Anlehnung an die Einteilung der internationalen Regelungen der CMAS,
  • Ebenfalls eine Angleichung bzw. Annäherung an die Regelungen der CMAS im Bereich der BiFin Strecken in allen Altersklassen.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote. Kurz nach unserem zweiten Onlinetreffen ereilte eine Anfrage den VDST/SpoKoL bzgl. ihrer Masters. Diese kam vom Deutschen Schwimmverband. Der DSV startete damit eine Initiative, da sie den Masterssport beim DOSB als unterrepräsentiert empfinden. Hier wurden wir gebeten, der SpoKoL zu zuarbeiten.

Uns bestärkte das umso mehr, dass wir uns im VDST etablieren und diesen unterstützen müssen.

Bleibt noch der Aufruf an alle Sportbegeisterten, uns gern Anregungen sowie weitere Interessenten zu benennen.

Wir hoffen auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Ariane Schulze
Mastersbeauftrage Finswimming im VDST

Für Fragen und Anregungen benutzt bitte dieses Kontaktformular:

    EM-Masters im Oktober

    Laut CMAS sollen vom 15.-17. Oktober 2021 die 2. Europameisterschaften für Masters in Lignano/Italien stattfinden.